Workshop für Journalist*innen und Medienmacher*innen

WORKSHOP „DER TÄGLICHE HASS – HATE SPEECH
IN KOMMENTARSPALTEN UND SOCIAL MEDIA“ FÜR
JOURNALIST*INNEN UND MEDIENMACHER*INNEN

Ob in den Online-Kommentarspalten von Zeitungen, Rundfunksendern und anderen Medien oder in den Social-Media-Kanälen von Redaktionen und Medienmacher*innen: Häufig entflammen auf einzelne Beiträge hin dramatische Reaktionen. Nicht selten sind es unsachliche Diskussionen, die den Ton angeben. Ehrverletzende und menschenfeindliche Äußerungen feuern immer häufiger die Debatte an. Die Entscheidung, was noch der Netiquette entspricht, was wie zu moderieren, zu löschen, zu melden oder gar anzuzeigen ist, liegt dann bei den verantwortlichen Mitarbeiter*innen. Nicht zuletzt stellt sich auch die Frage des Selbstschutzes gegen Hate Speech.

Der Workshop vermittelt die Grundlagen und Wirkungsweise von Hate Speech, erklärt juristische Grenzen des Sagbaren und verschiedene soziale, technische und juristische Handlungsoptionen. Gleichzeitig ermöglicht er den Teilnehmer*innen einen Austausch zu eigenen Erfahrungen mit Hass im Netz und zeigt Strategien für die psychoziale Resilienz.

ZIELGRUPPE:

Journalist*innen und Medienschaffende, speziell mit Aufgaben in Social-Media oder Online-Redaktionen

DAUER:

4 – 6 Stunden

REFERENTEN:

Andy Staudte (Jurist), Jörg Kratzsch (Medienwissenschaftler)

INHALTE:

Informationen zum Phänomen Hate Speech

  • Begriffsklärung, Ursachen und Entstehung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Sprachschlüssel und Ausdrucksformen; sprachliche Codes und dahinter steckende Ideologien
  • gesellschaftliche Erscheinungsformen
  • juristische Normen und Dimension
  • psychosoziale Ebenen von Hate Speech (Stressgefühl, Ohnmacht, Überforderung, Angstzustände)

Handlungsoptionen und Steuerungsstrategien

  • Unterschiede in den Reaktionsmöglichkeiten in Social-Media-Kanälen und eigenen Plattformen
  • Nutzungsbedingungen, Verhaltenskodex und Social Media-Guidelines
  • private Aussagen vs. Auftritt in einer Funktion
  • Maßnahmen und Strategien gegen Hate Speech (Argumentation, Counterspeech, Melden, Löschen usw.)
  • zivilrechtliche und strafrechtliche Sanktionen (Schadensersatz / Unterlassung / Anzeige)
  • Prävention und Strategien zu Stressabbau, Eigenschutz und Resilienzentwicklung

Fragen und Ausblick

  • aktuelle Entwicklungen (NetzDG, Straf- und Medienrecht, KI-Module)
  • Beratungs- und Meldestellen
  • Möglichkeiten der Kompetenzentwicklung und Vernetzung

Mit dem Projekt „Fairsprechen – Hass im Netz begegnen“ unterstützt fjp>media Zivilcourage gegen Hass im Netz. Das Angebot wird gefördert durch das Landesprogramm für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit #wirsinddasland des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt.

fjp>media / Fairsprechen
Gareisstr. 15
39106 Magdeburg
Tel.: 0391 / 503 76 41
Mail: fairsprechen@fjp-media.de
www.fairsprechen.net

 

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