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Hate Speech per Postkarten

PostkastenEin 57-Jähriger versendete seit 2016  über 40 handgeschriebene Hassbotschaften mittels Postkarten an Empfänger aus dem Raum Mittelfranken. Dabei standen Bedrohungen und Beleidigungen im Vordergrund. Er kündigte an verschiedene Geschädigte zu Zuhause aufzusuchen und zu töten. Viele der Schreiben enthielten zudem einen religiösen Bezug und bösartige antisemitische Äußerungen. Im Januar 2021 führten die Ermittlungen der Nürnberger Kriminalpolizei zum Erfolg.
Bei der nach einer Hausdurchsuchung
durchgeführten Vernehmung räumte der Mann alle Taten ein. Zu keinem der Geschädigten lag eine persönliche Beziehung vor.

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6013/4812679

Bot Dog – künstliche Intelligenz gegen Hate Speech

Frauen sind von Hasskommentare überdurchschnittlich oft betroffen. Mit der Plattform Stop Hate Speech will der Frauendachverband Alliance F das Internet zu einem gewaltfreien Raum machen. Rund 600 Freiwillige trainieren dazu einen „Bot Dog“ – eine künstliche Intelligenz zum Aufspüren von Hasskommentaren. Der neue Algorithmus und die Nutzenden lernen ständig voneinander.

Dank Bot Dog können Engagierte sich gezielt in entsprechende Diskussionen einschalten und sie wieder auf eine sachlichere Ebene bringen. So soll sich durch das Zusammenspiel von Technik und Zivilgesellschaft das Klima im Internet entschärfen.

Freistaat Bayern leitet über 1.100 Verfahren zu Hate Speech ein

Seit 01.01.2020 ist bei der Generalstaatsanwaltschaft München
Oberstaatsanwalt Klaus-Dieter Hartleb zentral für ganz Bayern als
Hate-Speech-Beauftragter der bayerischen Justiz bestellt.

In dieser Funktion koordiniert und unterstützt  Oberstaatsanwalt Hartleb die Arbeit der 22
Sonderdezernenten der örtlichen Staatsanwaltschaften im Hinblick auf die
strafrechtliche Bearbeitung von Verfahren, die Hass und Hetze im
Internet zum Gegenstand haben. Dabei kommt der Hass im Netz vorwiegend aus dem rechten Spektrum.

Quelle: https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/generalstaatsanwaltschaft/muenchen/spezial_4.php

Oversight Board hat die Arbeit aufgenommen

Um richtig mit Hassrede und Fake News auf seiner Plattform umzugehen,
hat Facebook ein unabhängiges Ethik-Komitee eingerichtet. Das sogenannte
„Oversight Board“ seine ersten Fälle vor und bittet um Inputs aus der
Bevölkerung.

Fünf Fälle davon hat das Board nun ausgewählt, der sechste Fall wurde
von Facebook selbst an die Institution verwiesen.
die Hälfte davon steht in Zusammenhang mit Hate Speech.

https://oversightboard.com/news/719406882003532-announcing-the-oversight-board-s-first-cases-and-appointment-of-trustees/